Nach dem polizeilichen Schusswaffengebrauch in Walldorf haben Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt neue Details zum Einsatzablauf veröffentlicht.
Eine Woche nach dem polizeilichen Schusswaffengebrauch in Walldorf haben die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg weitere Erkenntnisse zum Einsatz veröffentlicht. Grundlage sind unter anderem ausgewertete Bodycam-Aufnahmen der beteiligten Polizeibeamten.
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden versuchten die Einsatzkräfte demnach über einen längeren Zeitraum hinweg, den Mann zum Ablegen eines mitgeführten Messers zu bewegen. Diese Aufforderungen seien jedoch erfolglos geblieben.
Auch der Einsatz von Pfefferspray sowie abgegebene Warnschüsse hätten laut den bisherigen Erkenntnissen keine Wirkung gezeigt.
Mann bewegte sich laut Ermittlern bedrohlich auf Beamte zu
Den ausgewerteten Videoaufzeichnungen zufolge habe sich der Mann schließlich mit dem Messer schnellen Schrittes auf die Polizeibeamten zubewegt. In der Folge gaben drei Beamte Schüsse auf den Mann ab.
Der Angeschossene befindet sich weiterhin in einem Krankenhaus. Sein Gesundheitszustand wird derzeit als stabil beschrieben.
Die kriminaltechnischen Untersuchungen sowie die weiteren Ermittlungen zum Ablauf des Einsatzes dauern nach Angaben der Behörden weiterhin an.