Messel: Mitarbeiter eines Einkaufsmarktes überfallen – Täter mit Schreckschusswaffe flüchtet
Am Freitagabend wurde ein Mitarbeiter eines Einkaufsmarktes in Messel von einem bewaffneten Unbekannten angegriffen. Der Täter flüchtete ohne Beute, die Polizei bittet um Hinweise.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Südhessen kam es am Freitagabend (30. Januar 2026) gegen 21:00 Uhr zu einem Überfall auf Mitarbeiter eines Einkaufsmarktes in der Hanauer Straße in Messel. Mehrere Notrufe gingen zeitgleich bei der Leitstelle ein.
Ein bislang unbekannter Mann ging mit einer Pistole in der Hand auf drei Mitarbeitende zu, die den Markt gerade verließen. Zwei der Betroffenen brachten sich umgehend im Markt in Sicherheit, ein weiterer lief zu seinem Fahrzeug.
Der Täter forderte diesen Mitarbeiter auf, ihm Geld zu geben, und schlug ihm mehrfach auf den Kopf. Als der Mitarbeiter daraufhin eine mitgeführte Schreckschusswaffe zog und einen Schuss in Richtung des Täters abgab, flüchtete der Angreifer ohne Beute.
Am Tatort aufgefundene Patronenhülsen deuten nach bisherigen Erkenntnissen darauf hin, dass es sich auch bei der vom Täter mitgeführten Pistole um eine Schreckschusswaffe gehandelt haben dürfte. Die Verletzungen des angegriffenen Mitarbeiters wurden in einem Krankenhaus medizinisch versorgt.
Unmittelbar eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen bislang ohne Erfolg. Ob ein Zusammenhang mit einem räuberischen Ladendiebstahl vom Donnerstagabend besteht, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Ebenfalls wird geprüft, ob sich der Geschädigte wegen des Führens und Benutzens der Schreckschusswaffe strafrechtlich verantworten muss.
Täterbeschreibung
Der Tatverdächtige wird wie folgt beschrieben: männlich, etwa 40 bis 55 Jahre alt, mit osteuropäischem Akzent, kurzen Haaren oder Glatze sowie einer auffälligen Narbe über der linken Gesichtshälfte. Bekleidet war er mit einer blauen Jacke und einer blauen Hose.
Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zur Tat oder zur Identität des Täters geben können, werden gebeten, sich beim 3. Polizeirevier in Darmstadt-Arheilgen unter der Telefonnummer 06151 969-41310 zu melden. Ab Montag nimmt auch das Kommissariat 10 unter der Rufnummer 06151 969-0 Hinweise entgegen.