Höchst: Fünf Tatverdächtige nach Tötungsdelikt festgenommen – Ermittlungen dauern an
Nach dem Fund eines getöteten 30-Jährigen im Dezember 2025 in Höchst-Mümling-Grumbach hat die Polizei mehrere Tatverdächtige ermittelt. Fünf Männer stehen im Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein.
Wie die Staatsanwaltschaft Darmstadt und das Polizeipräsidium Südhessen mitteilen, wurde am 9. Dezember 2025 ein 30-jähriger Mann am Ortsrand des Höchster Ortsteils Mümling-Grumbach tot in der Nähe seines Fahrzeugs aufgefunden. Der Mann war zuvor von Angehörigen als vermisst gemeldet worden.
Eine Obduktion ergab nach Angaben der Ermittler, dass der 30-Jährige gewaltsam ums Leben kam. In der Folge wurde beim Polizeipräsidium Südhessen die Mordkommission Forest eingerichtet. Über mehrere Monate hinweg ermittelten zeitweise mehr als 30 Beamtinnen und Beamte intensiv zu dem Fall.
Mehrere Tatverdächtige identifiziert
Bereits kurz nach dem Fund der Leiche erhärtete sich laut Ermittlern der Verdacht gegen einen 24-jährigen Mann aus Breuberg. Gegen ihn wurde am 10. Dezember 2025 auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt ein Haftbefehl erlassen. Der Beschuldigte befindet sich seither in Untersuchungshaft.
Im weiteren Verlauf der Ermittlungen konnten durch Spurenauswertungen und die Analyse von Videoaufzeichnungen vier weitere Männer im Alter zwischen 29 und 35 Jahren als Tatverdächtige identifiziert werden.
Festnahmen auch im Ausland
Den Ermittlungen zufolge sollen sich die mutmaßlichen Mittäter zeitweise nach Spanien abgesetzt haben. Auf Grundlage europaweiter Haftbefehle konnten die Männer in Lloret de Mar, Vidreres und Girona lokalisiert und vorläufig festgenommen werden.
Zwei Tatverdächtige wurden am 11. März nach Deutschland überstellt und nach der Vorführung beim Amtsgericht Darmstadt ebenfalls in Untersuchungshaft genommen. Gegen zwei weitere Männer im Alter von 29 und 35 Jahren, die am 2. März und am 12. März in Spanien festgenommen wurden, laufen derzeit Auslieferungsverfahren.
Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen, dem Ablauf der Tat sowie zu möglichen Motiven dauern weiterhin an.
Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Darmstadt und des Polizeipräsidiums Südhessen vom 17.03.2026.