Südhessen: Weniger Straftaten, mehr Aufklärung – Kriminalstatistik 2025 zeigt klare Trends

Südhessen: Weniger Straftaten, mehr Aufklärung – Kriminalstatistik 2025 zeigt klare Trends

Südhessen: Weniger Straftaten, mehr Aufklärung – Kriminalstatistik 2025 zeigt klare Trends

Die Polizei Südhessen stellt die Kriminalstatistik 2025 vor. Straftaten gehen zurück, die Region bleibt eine der sichersten in Deutschland.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 für Südhessen zeigt eine insgesamt positive Entwicklung: Die Zahl der registrierten Straftaten ist erneut gesunken, gleichzeitig konnte die Aufklärungsquote weiter gesteigert werden. Damit zählt die Region weiterhin zu den sichersten Gebieten Deutschlands.

Insgesamt wurden 43.421 Straftaten erfasst – rund 3.100 weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote liegt bei 60,4 Prozent. Auch die sogenannte Häufigkeitszahl, die Straftaten pro 100.000 Einwohner abbildet, bleibt mit 3.928 auf einem niedrigen Niveau.

Langfristig deutlicher Rückgang

Im Vergleich zu 2005 ist die Kriminalität in Südhessen um mehr als ein Fünftel zurückgegangen. Gleichzeitig wurde die Aufklärungsquote deutlich verbessert. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, ist damit im langfristigen Vergleich gesunken.

Weniger Diebstähle und Straßenkriminalität

Rückläufig sind unter anderem Diebstahlsdelikte sowie die Straßenkriminalität. Letztere ging im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 Prozent zurück. Insgesamt wurden 8.731 Fälle registriert.

Auch Körperverletzungsdelikte nahmen nach Jahren des Anstiegs wieder ab. 2025 wurden 4.726 Fälle erfasst – ein Rückgang um knapp 12 Prozent.

Gewalt gegen Einsatzkräfte steigt

Gegenläufig entwickelt sich die Situation bei Angriffen auf Einsatzkräfte. Insgesamt 461 Polizeibeamtinnen und -beamte sowie 26 Kräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr wurden Opfer von Straftaten.

Die Zahl der Widerstandshandlungen stieg auf 245 Fälle, darunter 122 tätliche Angriffe – ein neuer Höchststand.

Wohnungseinbrüche und häusliche Gewalt

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist leicht gestiegen und liegt bei 839 Fällen. Gleichzeitig bleibt der Anteil gescheiterter Einbruchsversuche hoch, was auf wirksame Sicherungsmaßnahmen hinweist.

Häusliche Gewalt bleibt ein zentrales Thema. 2025 wurden 1.848 Fälle registriert. Besonders betroffen sind Frauen, die den Großteil der Opfer ausmachen.

Cybercrime nimmt weiter zu

Straftaten im digitalen Raum spielen eine immer größere Rolle. 2025 wurden 4.331 Fälle registriert – rund 10 Prozent aller Straftaten. Im Vergleich zu 2020 entspricht das einem Anstieg von etwa 60 Prozent.

Besonders verbreitet sind Betrugsdelikte im Internet, die durch technische Entwicklungen weiter begünstigt werden.

Jugendkriminalität rückläufig

Positiv entwickelt sich die Jugendkriminalität. Sie ist das zweite Jahr in Folge gesunken und befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit 2015.

Polizei mit hoher Einsatzbelastung

Die Kriminalstatistik zeigt nur einen Teil der polizeilichen Arbeit. Insgesamt wurden 2025 über 168.500 Einsätze registriert, darunter rund 147.500 Notrufe. Zusätzlich gab es mehr als 25.000 Verkehrsunfälle sowie zahlreiche Kontrollen und Großeinsätze.

Servicehinweis: Prävention bleibt ein zentraler Baustein der Sicherheit. Informationsangebote der Polizei zu Einbruchschutz, Gewaltprävention und digitaler Sicherheit können aktiv genutzt werden.