Hessen: Polizei zieht Bilanz zum Carfreitag – Hunderte Verstöße und gezielte Kontrollen gegen Raser

Hessen: Polizei zieht Bilanz zum Carfreitag – Hunderte Verstöße und gezielte Kontrollen gegen Raser

Hessen: Polizei zieht Bilanz zum Carfreitag – Hunderte Verstöße und gezielte Kontrollen gegen Raser

Am Karfreitag 2026 kontrollierte die hessische Polizei landesweit die Tuningszene. Hunderte Fahrzeuge wurden überprüft, zahlreiche Verstöße festgestellt.

Der Karfreitag hat sich in der Tuningszene längst als sogenannter Carfreitag etabliert – ein Tag, an dem sich Autoliebhaber zu Treffen und Ausfahrten verabreden. Gleichzeitig rückt dieser Termin immer wieder auch problematische Entwicklungen in den Fokus der Polizei: illegales Tuning, übermäßiger Lärm, riskantes Fahrverhalten und verbotene Autorennen.

Um solchen Verstößen entgegenzuwirken, hat die hessische Polizei auch in diesem Jahr landesweit Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Insgesamt waren rund um den Carfreitag 237 Einsatzkräfte aus allen sieben Polizeipräsidien sowie der Bereitschaftspolizei im Einsatz.

936 Fahrzeuge kontrolliert

Im Rahmen der Maßnahmen wurden 936 Fahrzeuge überprüft. Dabei stellten die Einsatzkräfte 36 Straftaten sowie 1266 Ordnungswidrigkeiten fest. In 21 Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt.

Ein besonders gravierender Verstoß wurde auf einer Bundesautobahn außerhalb geschlossener Ortschaften festgestellt: Ein Fahrzeug wurde bei erlaubten 120 km/h mit 208 km/h gemessen.

Spezialisierte Einheiten im Einsatz

Die Kontrollen umfassten neben stationären Maßnahmen auch mobile Einsätze. Dabei kamen unter anderem zivile Videofahrzeuge sowie speziell geschulte Tuning-Experten zum Einsatz, um technische Veränderungen und gefährliches Fahrverhalten gezielt zu erkennen und zu dokumentieren.

Die hessische Polizei verfolgt dabei ein langfristiges Konzept zur Bekämpfung illegaler Rennen und riskanter Fahrweisen. Bereits im vergangenen Jahr wurden 403 Strafanzeigen wegen verbotener Kraftfahrzeugrennen registriert, deutlich mehr als im Jahr zuvor.

Innenminister betont konsequentes Vorgehen

Hessens Innenminister Roman Poseck bezeichnete Raser und sogenannte Profilierungsfahrer als erhebliche Gefahr für die Verkehrssicherheit. Illegale Autorennen seien keine Bagatellen, sondern Straftaten mit hohem Risiko für Unbeteiligte. Ziel bleibe es, durch konsequente Kontrollen die Sicherheit auf den Straßen nachhaltig zu erhöhen.

Die Polizei kündigte an, den Kontrolldruck auch künftig hoch zu halten und weiterhin gezielt gegen gefährliches Verhalten im Straßenverkehr vorzugehen.

Schwerpunktkontrollen wie am Carfreitag sollen nicht nur Verstöße ahnden, sondern auch präventiv wirken. Verkehrsteilnehmer sollten sich bewusst sein, dass riskantes Fahrverhalten konsequent verfolgt wird und erhebliche rechtliche Folgen haben kann.