Lorsch: Polizei kontrolliert Güter- und Personenverkehr – Mehrere Weiterfahrten untersagt

Lorsch: Polizei kontrolliert Güter- und Personenverkehr – Mehrere Weiterfahrten untersagt

Lorsch: Polizei kontrolliert Güter- und Personenverkehr – Mehrere Weiterfahrten untersagt

Bei großangelegten Kontrollen an der A67 wurden 50 Fahrzeuge überprüft. In neun Fällen untersagten die Behörden die Weiterfahrt, über 10.000 Euro Sicherheitsleistung wurden einbehalten.

Wie das Polizeipräsidium Südhessen am 25.02.2026 um 09:38 Uhr mitteilte, kontrollierten am Dienstag (24.02.) Polizeikräfte aus Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern gemeinsam mit Mitarbeitenden des Bundesamtes für Logistik und Mobilität den gewerblichen Güter- und Personenverkehr auf den Rastanlagen an der A67 bei Lorsch.

Insgesamt wurden 50 Fahrzeuge, darunter zwei Reisebusse, überprüft. 29 Fahrzeuge wurden beanstandet. In neun Fällen untersagten die Einsatzkräfte die Weiterfahrt unmittelbar vor Ort, unter anderem wegen mangelhafter Ladungssicherung, defekter Bereifung oder technischer Mängel.

Zudem wurden 18 Verstöße gegen das Personenbeförderungsgesetz sowie 22 Verstöße gegen Sozialvorschriften festgestellt. Zur Sicherung der eingeleiteten Verfahren behielten die Behörden insgesamt über 10.000 Euro ein.

Technische Mängel und Überladung

Drei Transportunternehmen mussten ihre Weiterfahrt vorübergehend einstellen, da die Ladung nicht ausreichend gesichert war. Nach einer zeitnahen Nachsicherung konnten die Transporte fortgesetzt werden.

Zwei türkische Lastwagen wiesen erhebliche technische Mängel auf. Bei einem Fahrzeuggespann wurden defekte Federbälge des Anhängers festgestellt, ein weiterer Laster war aufgrund eines Defekts ohne funktionierende AdBlue-Anlage unterwegs. Beide Fahrzeuge mussten eine Fachwerkstatt ansteuern und dürfen ihre Fahrt erst nach Behebung der Mängel fortsetzen.

Einem osteuropäischen Gütertransport wurde die Weiterfahrt untersagt, da ein Reifen des Aufliegers bis zur Karkasse abgefahren war. Ein weiteres Fahrzeug war um 28 Prozent überladen. Das Unternehmen organisierte eine Teilentladung durch ein zweites Fahrzeug, sodass die Fahrt später fortgesetzt werden konnte.

Bei einer deutsch-österreichischen Fahrzeugkombination führten zunächst defekte Beleuchtungseinrichtungen zur Kontrolle. Aufgrund des schlechten Allgemeinzustandes des Aufliegers wurde eine technische Prüfstelle hinzugezogen. Dabei stellte sich heraus, dass an einer Achse eine Bremsscheibe fehlte. In diesem Fall wurde eine sofortige Betriebsuntersagung ausgesprochen.

Hinweis: Technische Mängel, Überladung oder unzureichende Ladungssicherung stellen erhebliche Gefahren für alle Verkehrsteilnehmenden dar. Regelmäßige Kontrollen dienen der Verkehrssicherheit auf Autobahnen.