Verbandsgemeinde Edenkoben: Goldmünzen nach Schockanruf übergeben – zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Verbandsgemeinde Edenkoben: Goldmünzen nach Schockanruf übergeben – zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Verbandsgemeinde Edenkoben: Goldmünzen nach Schockanruf übergeben – zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Ein 78-Jähriger übergab nach einem Schockanruf Goldmünzen als angebliche Kaution. Zwei 26-Jährige wurden festgenommen und sitzen seit Dezember in Untersuchungshaft.

Wie die Staatsanwaltschaft Landau in der Pfalz und das Polizeipräsidium Rheinpfalz am 27. Februar 2026 um 12.54 Uhr mitteilten, wurde ein 78-jähriger Mann aus der Verbandsgemeinde Edenkoben bereits am 10. Dezember 2025 Opfer eines sogenannten Schockanrufs.

Ein bislang unbekannter Anrufer teilte dem Senior mit, seine Tochter habe einen Verkehrsunfall verursacht und befinde sich nun im Gefängnis. Gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 70.000 Euro könne sie jedoch entlassen werden. In der Folge übergab der Mann mehrere Goldmünzen an einen Abholer.

Bereits am 11. Dezember 2025 kontrollierten Polizeikräfte am Grenzübergang Görlitz ein Fahrzeug, in dem sich einige der Goldmünzen befanden. Die beiden Insassen, zum Tatzeitpunkt 26 Jahre alt, wurden vorläufig festgenommen. Gegen sie wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landau Haftbefehl wegen Betrugs erlassen. Seit dem 12. Dezember 2025 befinden sich beide in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.

Unterstützung für Betroffene

Die Polizei weist darauf hin, dass Opfer von Telefonbetrug häufig psychisch stark belastet sind. Schamgefühle führen nicht selten dazu, dass sich Betroffene zunächst nicht an Angehörige oder die Polizei wenden. Dabei agieren die Täter äußerst professionell und passen ihre Maschen fortlaufend an.

Betroffene und Angehörige können sich an die Opferschutzberatung unter der Telefonnummer 0621 963 21160 wenden. Dort erhalten sie Unterstützung und Informationen zu weiteren Hilfsangeboten.

Zudem steht eine Präventionshotline zum Schutz vor Betrug unter der Telefonnummer 0621 963 21177 zur Verfügung. Diese ist montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Weitere Hinweise finden sich unter https://s.rlp.de/93 sowie www.polizei-beratung.de.

Servicehinweis: Legen Sie bei Anrufen, in denen Geld oder Wertsachen gefordert werden, sofort auf. Rufen Sie Angehörige unter den Ihnen bekannten Nummern zurück und informieren Sie im Zweifel die Polizei.