Ludwigshafen: Telefonbetrüger täuschen Sperrhotline vor und erlangen beinahe Kontozugriff
Ein 72-jähriger Mann aus Ludwigshafen wurde Opfer eines Betrugsversuchs, bei dem Kriminelle durch eine manipulierte Telefonnummer versuchten, Zugriff auf sein Bankkonto zu erlangen.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz erhielt der 72-Jährige am Freitag, 23.01.2026, einen Anruf, der auf seinem Telefon unter der bekannten Sperrnotrufnummer für Bankkarten 116 116 angezeigt wurde. Der Anrufer erklärte, es sei versucht worden, eine hohe Geldsumme vom Konto des Mannes auf mehrere ausländische Konten zu überweisen.
Um diese angeblichen Überweisungen zu verhindern, forderte der Unbekannte den Senior auf, einen Fernzugriff auf seinen Computer zu ermöglichen. Der 72-Jährige kam dieser Aufforderung zunächst nach. Als er jedoch bemerkte, dass der Anrufer tatsächlich eine Überweisung von seinem Konto aus veranlasste, beendete er den Fernzugriff umgehend. Dadurch konnte die Überweisung verhindert werden. Der Anrufer brach das Gespräch anschließend ab.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang auf die sogenannte Call-ID-Spoofing-Methode hin. Dabei manipulieren Betrüger die angezeigte Telefonnummer, sodass auf dem Display scheinbar vertrauenswürdige Nummern erscheinen, etwa die 110 oder bekannte Servicehotlines wie in diesem Fall die Sperrnummer für Bankkarten.
Ziel der Täter ist es, über Fernzugriffe Schadsoftware zu installieren, sensible Daten auszuspähen oder eigenständig Überweisungen durchzuführen. Die Polizei rät daher ausdrücklich, unbekannten Anrufern niemals Zugriff auf den eigenen Computer zu gewähren.
Die Ermittlungen zu dem Betrugsversuch dauern an.