Ludwigshafen: 19-Jähriger nach Betrugsserie festgenommen – Untersuchungshaft angeordnet

Ludwigshafen: 19-Jähriger nach Betrugsserie festgenommen – Untersuchungshaft angeordnet

Ludwigshafen: 19-Jähriger nach Betrugsserie festgenommen – Untersuchungshaft angeordnet

Nach mehreren Betrugsfällen zum Nachteil älterer Menschen sitzt ein 19-jähriger Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen führten Polizei und Staatsanwaltschaft auf seine Spur.

Wie Staatsanwaltschaft Frankenthal (Pfalz) und das Polizeipräsidium Rheinpfalz gemeinsam mitteilen, kam es am 26. Januar 2026 in Ludwigshafen am Rhein zu zwei vollendeten Betrugsdelikten mit ähnlichem Vorgehen. In beiden Fällen gaben sich die Täter als angebliche Mitarbeiter der Sparkasse oder der Polizei aus.

In einem Fall wurde eine Seniorin aus Ludwigshafen telefonisch von einem falschen Sparkassenmitarbeiter sowie einem angeblichen Kriminaltechniker dazu gebracht, ihre Bankkarte und die dazugehörige PIN herauszugeben. In der Folge hoben die Täter Bargeld ab und führten mehrere Überweisungen durch.

In einem weiteren Fall erhielt eine 63-jährige Frau einen Anruf eines angeblichen Sparkassenmitarbeiters, der vorgab, eine unberechtigte Abbuchung über 4.000 Euro stehe kurz bevor. Kurz darauf erschien ein Komplize an ihrer Wohnung und erlangte unter dem Vorwand, die Bankkarte vernichten zu müssen, sowohl die Karte als auch die PIN. Anschließend wurden über 6.000 Euro abgehoben und weitere Überweisungen getätigt.

Während dieser Tat zeichnete eine Überwachungskamera einen 19-jährigen Tatverdächtigen auf. Am Nachmittag des 29. Januar 2026 erkannte ein Polizeibeamter in Mutterstadt einen Mann, der dem auf den Aufnahmen abgebildeten Tatverdächtigen stark ähnelte. Der Beamte beobachtete zudem, wie dieser gerade die Bankkarten eines älteren Ehepaars vor deren Anwesen entgegennahm.

Alarmierte Einsatzkräfte nahmen den 19-Jährigen nach kurzer Verfolgung vorläufig fest. Bei ihm konnten die Bankkarten des Ehepaars sichergestellt werden. Auf richterliche Anordnung wurde anschließend seine Wohnung durchsucht. Dabei stellten die Polizeikräfte unter anderem mutmaßliche Tatkleidung sowie mehrere Mobiltelefone als Beweismittel sicher.

Am 30. Januar 2026 wurde der Beschuldigte dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankenthal Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des gewerbsmäßigen Betrugs. Der 19-Jährige wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die Polizei weist darauf hin, dass Opfer von Telefonbetrug häufig psychisch stark belastet sind und sich aus Scham nicht immer sofort an Angehörige oder die Polizei wenden. Betroffene und deren Angehörige können sich vertrauensvoll an die Opferschutzberatung des Polizeipräsidiums Rheinpfalz unter der Telefonnummer 0621 963-21160 wenden.

Zur Prävention hat die Polizei zudem eine telefonische Beratungshotline zum Schutz vor Betrug eingerichtet. Diese ist unter 0621 963-21177 montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar.

Hinweise der Polizei:
Die Polizei kontaktiert Bürgerinnen und Bürger niemals über die Notrufnummer 110. Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten, Bankinformationen oder Vermögensverhältnisse preis. Übergeben Sie niemals Bankkarten, PINs, Geld oder Wertsachen an fremde Personen. Im Zweifel: Gespräch beenden und selbstständig die Polizei verständigen.