Ludwigshafen: 93-Jährige erkennt Enkeltrick sofort – Betrugsversuch scheitert

Ludwigshafen: 93-Jährige erkennt Enkeltrick sofort – Betrugsversuch scheitert

Ludwigshafen: 93-Jährige erkennt Enkeltrick sofort – Betrugsversuch scheitert

Eine Seniorin erhielt am 16. Februar einen Schockanruf mit angeblicher Festnahme ihrer Enkelin. Die 93-Jährige reagierte besonnen, beendete das Gespräch – ein Schaden entstand nicht.

Wie das Polizeipräsidium Rheinpfalz am 17.02.2026 um 10:46 Uhr mitteilte, wurde eine 93-jährige Frau am 16. Februar 2026 von einer unbekannten Telefonnummer kontaktiert. Während des Gesprächs behauptete eine bislang unbekannte Person, die Enkelin der Seniorin sei in Frankfurt festgenommen worden.

Da sich die Enkelin nachweislich nicht in Frankfurt aufhielt, schöpfte die Seniorin Verdacht. Sie erkannte den Anruf als möglichen Betrugsversuch und beendete das Gespräch umgehend. Nach Angaben der Polizei entstand kein Vermögensschaden.

Vielfältige Maschen – immer neue Varianten

Betrüger geben sich laut Polizei häufig als falsche Polizeibeamte, falsche Enkel, Bankmitarbeitende oder Technik-Support aus. Ziel ist es, an Geld oder Wertgegenstände zu gelangen. Trotz zunehmender Sensibilisierung gelingt es Tätern in Einzelfällen weiterhin, hohe Summen zu erbeuten.

Die Polizei setzt deshalb verstärkt auf Prävention. Über die kostenfreie Telefonhotline 0621 963 21177 stehen Präventionsexperten für Fragen zu aktuellen Betrugsmaschen zur Verfügung. Dazu zählen unter anderem der Enkeltrick, Schockanrufe, falsche Amtspersonen oder angebliche Microsoft-Mitarbeiter.

Ergänzend werden bei akuten Häufungen verstärkte Kontrollen durchgeführt und Warnmeldungen veröffentlicht. Zudem finden regelmäßig Informationsveranstaltungen in Gemeinden und Senioreneinrichtungen statt. Auch ehrenamtliche Seniorensicherheitsberaterinnen und -berater werden geschult, um typische Anzeichen von Betrug zu erkennen und ihr Wissen weiterzugeben. Banken und Taxiunternehmen werden ebenfalls in Präventionsmaßnahmen eingebunden.

So schützen Sie sich

Zu den gängigen Betrugsvarianten zählen Gewinnversprechen gegen Vorauszahlung, Anrufe angeblicher Notare oder Gerichtsvollzieher, falsche Polizeibeamte mit Warnungen vor Einbrüchen, der klassische Enkeltrick oder kombinierte Szenarien aus angeblichen Angehörigen und Amtspersonen. Auch vermeintliche Microsoft-Mitarbeiter, die vor angeblichen Viren warnen und Fernzugriff verlangen, gehören dazu.

Servicehinweis: Die Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an und holt kein Geld oder Wertsachen ab. Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort, geben Sie keine persönlichen Daten preis und installieren Sie keine fremde Software. Im Zweifel erstatten Sie Anzeige – persönlich oder über die Onlinewache.

Die Polizei appelliert, insbesondere ältere Angehörige und Nachbarn über aktuelle Betrugsmaschen zu informieren. Jede aufgeklärte Person trägt zur Sicherheit der Gemeinschaft bei.