Ludwigshafen: Stadt prüft Übernahme von 3.300 BASF-Wohnungen – OB Blettner spricht von sozialer Verantwortung
Stadt Ludwigshafen am Rhein

Ludwigshafen: Stadt prüft Übernahme von 3.300 BASF-Wohnungen – OB Blettner spricht von sozialer Verantwortung

Ludwigshafen: Stadt prüft Übernahme von 3.300 BASF-Wohnungen – OB Blettner spricht von sozialer Verantwortung

Nach den Verkaufsplänen von BASF Wohnen und Bauen für rund 3.300 Wohnungen setzt sich die Stadt Ludwigshafen gemeinsam mit der GAG für eine Lösung im Sinne der Mieter ein.

Die Ankündigung von BASF Wohnen und Bauen, rund 3.300 Wohnungen zu veräußern, hat in Ludwigshafen politische Reaktionen ausgelöst. Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner kündigte am 23.02.2026 an, dass die Stadt aktiv an einer Lösung im Interesse der betroffenen Mieterinnen und Mieter arbeite.

Nach den Vorstellungen des Stadtoberhaupts könnte die städtische Wohnungsbaugesellschaft GAG die Wohnungen möglicherweise übernehmen. In welcher Form eine solche Übernahme erfolgen könnte, ist nach Angaben der Stadt noch zu klären. Blettner ist Aufsichtsratsvorsitzender der GAG.

Wohnen müsse bezahlbar bleiben, betonte der OB. Die Mieterinnen und Mieter benötigten Planungssicherheit und einen verlässlichen Partner. Man prüfe daher gemeinsam mit der GAG, wie eine Lösung gestaltet werden könne, die sich am Gemeinwohl orientiere und langfristig tragfähig sei.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Unternehmenspläne habe er sich dafür eingesetzt, den anstehenden Strukturwandel konstruktiv zu begleiten, so Blettner. Angesichts der engen Partnerschaft zwischen Stadt und BASF stelle die Entscheidung eine neue Herausforderung dar, die im Interesse der betroffenen Menschen angenommen werden müsse.

Mit Blick auf Wohnungen außerhalb Ludwigshafens nahm der OB Kontakt zum Mannheimer Oberbürgermeister Christian Specht sowie zum Landrat des Rhein-Pfalz-Kreises Volker Knörr auf. Beide signalisierten laut Stadt ihre Bereitschaft, an einer gemeinsamen Lösung mitzuwirken.

Ob ein konkreter Lösungsvorschlag am Ende umgesetzt werde, hänge vom weiteren Verfahren und letztlich von einer Entscheidung der BASF ab. Die Kompetenz und Leistungsfähigkeit der GAG sowie die gewachsene Verbundenheit zwischen Stadt und Konzern seien jedoch aus Sicht der Stadt gewichtige Argumente.

Auch aus stadtentwicklungspolitischer Perspektive sei eine mögliche Beteiligung der GAG schlüssig. Die Gesellschaft stehe für nachhaltige Quartiersentwicklung und sozialen Zusammenhalt. Zugleich sei es wichtig, dass das gesellschaftliche Engagement der BASF in Ludwigshafen erhalten bleibe.

Ziel sei es nun, zügig ein konstruktives Verfahren auf den Weg zu bringen, das Sicherheit für Mieterinnen und Mieter, für die Quartiere und für die weitere Entwicklung der Stadt schaffe.

Leserhinweis: Mieterinnen und Mieter der betroffenen Wohnungen sollten aktuelle Informationen über ihre Vermieterin sowie offizielle Mitteilungen der Stadt Ludwigshafen aufmerksam verfolgen. Konkrete Entscheidungen sind nach Angaben der Stadt noch nicht getroffen.