Ein 28-jähriger Ludwigshafener wurde Opfer eines Hackerangriffs auf seinen WhatsApp-Account. Die Täter versuchten anschließend, Angehörige mit einer erfundenen Notlage zur Überweisung von Geld zu bewegen.
Die Polizei Ludwigshafen warnt erneut vor einer weit verbreiteten Betrugsmasche über Messenger-Dienste. Anlass ist ein Vorfall, der am Dienstag, 2. Juni 2026, bei der Polizeiinspektion Ludwigshafen 2 angezeigt wurde.
Ein 28-jähriger Mann aus Ludwigshafen meldete, dass sein WhatsApp-Konto von Unbekannten übernommen worden war. Anschließend verschickten die Täter Nachrichten an mehrere Kontakte des Geschädigten.
Angebliche Notlage vorgetäuscht
In den Nachrichten behaupteten die Betrüger, der 28-Jährige befinde sich in einer medizinischen Notlage und benötige dringend 850 Euro für eine ärztliche Behandlung.
Ziel der Täter war es offenbar, Familienangehörige oder Bekannte zu einer schnellen Überweisung zu bewegen. Glücklicherweise erkannten die Empfänger die bekannte Betrugsmasche rechtzeitig, sodass kein finanzieller Schaden entstand.
Polizei warnt vor Schocknachrichten
Nach Angaben der Polizei handelt es sich um eine bekannte Vorgehensweise von Betrügern. Häufig werden dabei gehackte Messenger-Konten genutzt, um Angehörige unter Druck zu setzen.
In anderen Fällen setzen die Täter sogenannte Schockanrufe ein. Dabei wird telefonisch eine angebliche Notlage eines Familienmitglieds vorgetäuscht, um Geldforderungen glaubwürdig erscheinen zu lassen.
Nachrichten immer überprüfen
Die Polizei empfiehlt, bei ungewöhnlichen Geldforderungen grundsätzlich misstrauisch zu sein. Betroffene sollten die angeblich hilfesuchende Person immer über eine bekannte Telefonnummer direkt kontaktieren und die Angaben überprüfen.
Wer eine verdächtige Nachricht oder einen entsprechenden Anruf erhält, sollte keine persönlichen Daten weitergeben und die zuständige Polizeidienststelle informieren.