Ein Senior aus Ludwigshafen ist auf eine vermeintliche Online-Anlagenberatung hereingefallen. Erst als die versprochene Gewinnauszahlung ausblieb, bemerkte der 85-Jährige den Betrug.
Cyberkriminelle haben einen 85-jährigen Mann aus Ludwigshafen um mehrere tausend Euro gebracht. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz stieß der Senior Anfang Mai im Internet auf ein vermeintlich lukratives Anlageangebot.
Im weiteren Verlauf nahm eine angebliche Anlageberaterin telefonisch sowie über Chatnachrichten Kontakt zu dem Mann auf. Die Betrügerin überzeugte den 85-Jährigen schließlich, rund 4.000 Euro zu investieren.
Als der Senior später die Auszahlung seines angeblichen Gewinns veranlassen wollte, erhielt er weder die versprochenen Erträge noch sein eingesetztes Kapital zurück. Erst dadurch erkannte er, dass er Opfer eines Betrugs geworden war.
Kriminelle setzen auf Druck und falsche Versprechen
Nach Angaben der Polizei nutzen Betrüger gezielt die Unerfahrenheit vieler Menschen im Bereich des Online-Tradings aus. Die Täter treten dabei häufig als seriöse Broker oder Finanzberater auf und vermitteln den Eindruck hoher Gewinne bei geringem Risiko.
Oft werden die Opfer unter Zeitdruck gesetzt oder mit angeblich exklusiven Anlagemöglichkeiten gelockt. Das überwiesene Geld landet jedoch in vielen Fällen auf Konten im Ausland und ist anschließend nur schwer zurückzuholen.
Polizei warnt vor unseriösen Anlageangeboten
Die Ermittler raten zur Vorsicht bei vermeintlich besonders lukrativen Investitionen im Internet. Ungewöhnlich hohe Renditen bei geringem Einsatz sollten stets misstrauisch machen.
Vor einer Geldanlage sollten Interessierte die Anbieter und Plattformen sorgfältig prüfen. Zudem sollten niemals Zugangsdaten für Online-Banking oder Depots an unbekannte Personen weitergegeben werden.
Wer den Verdacht hat, Opfer eines Anlagebetrugs geworden zu sein, sollte umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten.
Seien Sie besonders vorsichtig bei Anlageangeboten, die hohe Gewinne ohne Risiko versprechen. Seriöse Finanzdienstleister kontaktieren potenzielle Kunden in der Regel nicht unaufgefordert. Überweisen Sie Geld erst nach sorgfältiger Prüfung des Anbieters und geben Sie niemals sensible Bank- oder Zugangsdaten preis.