
Ferati fällt weiterhin aus.
(GM) Am Samstag, 21. März, empfängt der SV Waldhof die Mannschaft von FC Erzgebirge Aue im Carl-Benz-Stadion. Die Partie wird um 14:00 Uhr angepfiffen und geleitet von Schiedsrichter Timon Schulz.
Nachdem sich Waldhof-Trainer Luc Holtz mit der Leistung seiner Mannschaft, beim VfL Osnabrück, äußerst unzufrieden zeigte, erwartet er im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue einen anderen Auftritt. Besonders, dass der Waldhof im letzten Drittel viel zu harmlos agierte, missfiel dem Coach. „Ich bin schon der Meinung, dass wir in Osnabrück, speziell in den ersten 45 Minuten, im letzten Drittel besser hätten agieren müssen“, so Luc Holtz. „Daher haben wir dann auch in der vergangenen Trainingswoche darauf unseren Fokus gelegt.“
War Luc Holtz in den Partien zuvor noch zufrieden mit den Spielern die eingewechselt wurden, kam gerade von den frischen Kräften in Osnabrück nicht viel. „Es ist ja so, dass durch Einwechselungen noch einmal etwas Schwung ins Spiel kommen soll, aber in Osnabrück hatten wir in den letzten 20 Minuten keine Struktur mehr in unserem Spiel und in dieser Phase hätte Osnabrück sogar noch das eine oder andere Tor mehr erzielen können.“
Mit Aue kommt ein Team, das auf Platz 17 steht und somit stark abstiegsgefährdet ist. Aus diesem Grund warnt Luc Holtz auch: „Aue hat bereits 9 Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Also wird da eine Mannschaft kommen, die möglicherweise um die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt kämpft und alles daransetzen wird, hier zu punkten. Aber wir werden ebenfalls alles daransetzen, die drei Punkte hier zu behalten. Auf jeden Fall erwarte ich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem wir zunächst einmal gut verteidigen müssen und bei Ballbesitz nach vorne – und besonders im letzten Drittel – klarer und ruhiger sein müssen, in unseren Flanken, unseren Pässen und unseren Abschlüssen.“
Neben den Langzeitverletzten, Jascha Brandt, Sascha Voelcke und Lucien Hawryluk, sind gegen Aue auch Adama Diakhaby und erneut Arianit Ferati nicht einsatzfähig. Dagegen stiegen Janne Sietan, Tim Sechelmann und Maximilian Thalhammer am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining ein. Feratis Knöchelverletzung ist schwerwiegender als zunächst angenommen, der Spielmacher wird dem Waldhof auch noch länger fehlen – „mindestens bis Ende April, vielleicht sogar bis Anfang Mai“, wie Luc Holtz berichtet, der aber davon überzeugt ist, dass der Mittelfeldspieler gegen Saisonende wieder einsatzfähig sein wird.
Vincent Thill, der diese Woche eine Einladung für die luxemburgische Nationalmannschaft erhielt, soll die Rolle Feratis übernehmen. „Thill und Ferati haben ähnliche Qualitäten, auch wenn Ari noch etwas stabiler ist“, so Luc Holtz. „Beide haben etwa die gleiche Statur, beide haben einen `guten linken Schlappen` und beide sollen ihre Mitspieler in Szene setzen. Ich denke schon, dass sich die beiden Spieler sehr ähnlich sind.“
Auch wenn das Polster von 18 Punkten auf die Abstiegsplätze einigermaßen beruhigend ist, macht Luc Holtz klar: „Wir wollen gegen Aue die drei Punkte unbedingt hierbehalten, dann können wir an die Zukunftsplanung gehen. Aber auch wenn wir gegen Aue gewinnen, werden wir nicht aufhören, zu spielen, sondern versuchen, noch so viele Punkte wie möglich, zu holen.“
Die derzeitige Situation gibt dem Trainer zudem die Möglichkeit, U23-Spieler einzusetzen und weiterhin, wie bereits jetzt zum ersten Mal geschehen, U19-Spieler mit der Drittliga-Mannschaft trainieren zu lassen. „Wenn wir talentierte Spieler in unseren Reihen haben, müssen wir uns nicht woanders umschauen. Außerdem ist es für diese Jungs sicher noch einmal eine besondere Motivation.“
Es scheint fast, als würde Luc Holtz mit dieser Einstellung in die Fußstapfen von Klaus Schlappner zu treten, der vor über 40 Jahren mit vielen Eigengewächsen für Furore gesorgt hatte.
Rund 7.500 Tickets sind Stand Freitagvormittag verkauft, aus Aue werden zwischen 300 und 400 Fans erwartet.
SV Waldhof – FC Erzgebirge Aue
Samstag, 21. März, 14:00 Uhr
Carl-Benz-Stadion, Mannheim
Theodor-Heuss-Anlage