72. Verleihung des Deutschen Filmpreises 2022

Im Berliner Palais am Funkturm wurde am 24. Juni 2022 der Deutsche Filmpreis („Lola“), die renommierteste Auszeichnung für deutsche Filme und Filmschaffende und der höchstdotierte deutsche Kulturpreis, vergeben. Die Preisträger in 20 Kategorien wurden von den über 2.200 Mitgliedern der Deutschen Filmakademie gewählt. Gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Claudia Roth, übergaben als Präsidentin und Präsident der Filmakademie Alexandra Maria Lara und Florian Gallenberger die Hauptpreise für den Besten Spielfilm in Gold, Silber und Bronze. 25 Spielfilme, 15 Dokumentarfilme und 6 Kinderfilme waren in die Vorauswahl gekommen.
Andreas Kleinerts Filmbiografie „Lieber Thomas“, erhielt insgesamt neun Filmpreise. Der Schwarz-Weiß-Film erhielt als „bester Spielfilm“ die Lola in Gold. Albrecht Schuch (Foto), der den Schriftsteller Thomas Brasch verkörperte, wurde als „bester männlicher Schauspieler“ ausgezeichnet und Jella Haase, die Thomas' Partnerin Katarina in dem Drama spielte, als „beste Nebendarstellerin". Preise gab es auch für Drehbuch und Regie.

Die Schauspielerin Meltem Kaptan wurde beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle im Drama "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" ausgezeichnet. Der Film von Andreas Dresen gewann außerdem eine Lola in Silber.

Die Auszeichnung in Bronze ging an den Film "Große Freiheit".

Bester Dokumentarfilm wurde "The Other Side of the River", "Der Pfad" bester Kinderfilm. „Die Schule der magischen Tiere“, ein Kinderfilm, wurde mit 1,5 Millionen Besuchern „als besucherstärkster deutscher Film des Jahres“ ausgezeichnet.

Der Kameramann Jürgen Jürges erhielt den Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den deutschen Film. Er arbeitete mit Regisseuren zusammen wie Rainer Werner Fassbinder ("Angst essen Seele auf"), Michael Haneke ("Funny Games") und Uli Edel ("Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo").

Der „Bernd Eichinger Preis“ ging an die Berliner Produktionsfirma Komplizen Film: Maren Ade, Janine Jackowski und Jonas Dornbach.
Der Deutsche Filmpreis gilt als wichtigste nationale Auszeichnung in der Filmbranche. Verbunden mit den Auszeichnungen sind Preisgelder in Höhe von gesamt rund drei Millionen Euro, die aus dem Haus von Kulturstaatsministerin Claudia Roth stammen und für neue Projekte bestimmt sind.

Diana Rasch
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Text und Foto: Diana Rasch