OPUS KLASSIK 2021 - Preisträgerinnen und Preisträger ausgezeichnet bei Gala am 10.10.2021 im Konzerthaus Berlin

Berlin. Bei einer festlichen Gala am Sonntag, den 10. Oktober 2021 im Konzerthaus Berlin wurden vom Verein zur Förderung der Klassischen Musik e.V. insgesamt 48 Preisträgerinnen und Preisträger mit dem OPUS KLASSIK für ihre außergewöhnlichen Leistungen im Bereich der klassischen Musik ausgezeichnet. Die glanzvolle Gala wurde von Désirée Nosbusch moderiert und im ZDF ausgestrahlt.

Die bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva wurde als „Sängerin des Jahres“ von Schauspieler Christian Berkel geehrt und den polnischen Tenor Piotr BeczaÅ‚a als „Sänger des Jahres“ würdigte Schauspielerin Julia Koschitz. Moderatorin llka Brecht überreichte die Trophäe an den russischen Pianisten Daniil Trifonov, der als "Instrumentalist des Jahres" ausgezeichnet wurde. Der in Südafrika geborene irisch-deutsche Geiger Daniel Hope erhielt den „Sonderpreis der Jury für besondere Leistungen“, weil er für sein online-Format "Hope@Home", das auch auf ARTE gesendet wurde, im Lauf der letzten Monate rund 400 Musikerinnen und Musiker zu sich nach Hause in sein Wohnzimmer eingeladen hatte und mit diesen Auftritten Hoffnung in die Welt hinausgestrahlt hatte. Er bedankte sich mit der Melodie des Liedes "Danny Boy", das als inoffizielle Hymne Irlands gilt. Zudem traten der schwedische Klarinettist Martin Fröst, laudiert von Moderatorin Sabine Heinrich, und die Norwegerin Ragnhild Hemsing ("Klassik ohne Grenzen") mit ihrer traditionellen neunsaitigen Hardangerfidel auf.

Gleich drei der ausgezeichneten „Nachwuchskünstler/Nachwuchskünstlerinnen des Jahres“ traten auf: Die ägyptische Sopranistin Fatma Said (Gesang), deren Laudatio von Schauspieler Hans-Werner Meyer gehalten wurde, Pablo Ferrández (Cello) und Lucienne Renaudin Vary (Trompete).

Es spielte das Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Cornelius Meister, der seit 2018 Generalmusikdirektor der Staatsoper und des Staatsorchesters Stuttgart ist.

Die Auszeichnung OPUS KLASSIK "Für das Lebenswerk" ging an die US-amerikanische Opernsängerin Reri Grist, der als einer der ersten afroamerikanischen Sängerinnen eine internationale Opern- und Konzertkarriere gelang. Sie hat als erste das weltberühmte "Somewhere" aus der "West Side Story" von Leonard Bernstein in der ursprünglichen Broadwayproduktion von 1957 gesungen. Später sang sie an allen bedeutenden Opernhäusern und gab umjubelte Auftritte bei den Salzburger Festspielen, an der Mailänder Scala und der New Yorker Metropolitan Opera. Sie dankte per Videoezuspielung.

Bereits am Vorabend fand ein Kammerkonzert in der Villa Elisabeth statt, bei der die dort auftretenden Künstlerinnen und Künstler, Flötistin Helen Dabringhaus, Pianist Dejan Lazić, Cellist Sergey Malov, der Stuttgarter Pianist Robert Neumann (SWR2 New Talent), die Trompeterin Selina Ott, Organist Andreas Sieling, das Trio Parnassus und die Ausnahme-Bratschistin Tabea Zimmermann ihre Trophäen von Moderatorin Anna Novák verliehen bekamen.

Clemens Trautmann, Vorstandsvorsitzender des Vereins zur Förderung der Klassischen Musik e.V., sagte rückblickend: „Mit dem OPUS KLASSIK und unseren beiden Preisverleihungen konnten wir ein weithin sichtbares Zeichen setzen, dass das klassische Musikleben nach den langen Einschränkungen in unserem Land wieder aufblüht. Das ist vor allem auch den Preisträger*innen zu verdanken, die – wie die gesamte Klassikgemeinde auf und hinter der Bühne – die entbehrungsreiche Zeit mit hoher Kreativität und einer unglaublichen Energieleistung aktiv gestaltet haben. Viele der prämierten Projekte zeichnen sich dadurchaus, dass sie einer breiten Öffentlichkeit eine kulturelle Teilhabe ermöglicht haben. Ich danke allen Preisträger*innen und unseren Partnern für dieses inspirierende Wochenende.“

Das Konzerthaus Berlin feiert 2021 sein 200-jähriges Bestehen. Der von Architekt Karl Friedrich Schinkel entworfene klassizistische Bau am Gendarmenmarkt wurde 1821 mit der Uraufführung von Carl Maria von Webers "Der Freischütz" eröffnet. 

Diana Rasch
DRPA105127

Pablo Ferrández, Martin Fröst, Daniel Hope, Sonya Yoncheva, Piotr Beczala, Joolz Gale
Text und Foto: Diana Rasch