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Ein großer Pfälzer Fasnachter hat die närrische Bühne für immer verlassen

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Oliver Sauer, „de Molli“, einer der beliebtesten Pfälzer Vollblutfasnachter und Frohnatur, ein urkomisches Büttenoriginal der zweifellos zu den Ausnahmetalenten auf der närrische Bühne zählte, erlag mit gerade mal 46 Jahren einem Herzinfarkt. Er hinterlässt seine Frau Brigitte und zwei Söhne.

Im normalen Leben als Diakon ein Mann der Kirche und auch Lehrer war doch stets die „Fünfte Jahreszeit“ seine große Liebe.

Gesundheitliche Probleme ließen ihn kurzzeitig kürzer treten, aber schon im letzten Jahr gab er wieder Vollgas, lästerte scharfzüngig über seine Gattin (natürlich nur auf der Bühne) und gab als Pfälzer seine legendären Witze über die „armen Saarländer“ zum Besten. Er war ein Spaßmacher im besten Sinne des Wortes, der durchaus auch über sich selbst lachen konnte, er war aber auch ein nachdenklicher Mann,  manchmal sehr ernst wenn er nicht auf der Bühne stand, und stets bereit auf eine gute Unterhaltung über Gott und die Welt.  Auf die kommende Kampagne hatte er sich schon sehr gefreut und sich auch vieles vorgenommen. Das Schicksal wollte es wohl anders. Er hat die Bühne des Lebens verlassen müssen. Jetzt wird er wohl mit seinem legendären „Hep!“, seinem Markenzeichen, Petrus und die Engel im Himmel zum Lachen bringen.

Das „Kölsche Original“ Trude Herr sang in ihrem allseits bekannten Lied „Niemand geht wirklich so ganz“. So ist es mit Oliver Sauer. Er wird allen, denen der Vollblutfasnachter so viele frohe Stunden bereitet hat, in Erinnerung bleiben. Unser tiefempfundenes Beileid gilt seiner Familie und seinen Angehörigen.  Wir werden ihm stets ein ehrendes Angedenken bewahren.

Text und Foto: Dieter Augstein