HEIDELBERG: Geisterfahrt auf der B3? Polizei sucht gefährdete Verkehrsteilnehmer

HEIDELBERG: Geisterfahrt auf der B3? Polizei sucht gefährdete Verkehrsteilnehmer

 

Ein offenbar orientierungsloser Autofahrer hat am frühen Mittwochmorgen auf der B3 zwischen Wiesloch und Heidelberg mehrere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Die Polizei bittet Betroffene und Zeugen, sich zu melden.

Das Polizeirevier Heidelberg-Süd ermittelt wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs nach einer gefährlichen Fahrt auf der Bundesstraße 3 am Mittwochmorgen, 3. Juni 2026.

Zwischen 5.35 Uhr und 5.52 Uhr gingen bei der Polizei mehrere Meldungen über einen auffällig fahrenden Seat ein, der auf der Strecke zwischen Wiesloch und Heidelberg unterwegs war.

Mehrfach auf Gegenfahrbahn geraten

Nach bisherigen Erkenntnissen überfuhr der Fahrer wiederholt die Fahrstreifenbegrenzungen und lenkte anschließend ruckartig zurück auf seine Fahrspur.

Im weiteren Verlauf soll das Fahrzeug zeitweise den Standstreifen befahren haben. Zudem geriet der Wagen mehrfach in den Gegenverkehr.

Mehrere Verkehrsteilnehmer mussten nach aktuellem Ermittlungsstand stark abbremsen oder ausweichen, um einen Zusammenstoß zu verhindern.

Polizei stoppt Fahrzeug in Heidelberg

Gegen 5.52 Uhr konnte der Seat schließlich durch eine Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Heidelberg-Süd im Bereich „Im Bieth“ in Heidelberg angehalten werden.

Bei der Kontrolle des 59-jährigen Fahrers ergaben sich keine Hinweise auf Alkohol- oder Drogeneinfluss.

Die Beamten stellten jedoch fest, dass der Mann orientierungslos und verwirrt wirkte. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt.

Zeugen und Geschädigte gesucht

Die Polizei bittet nun Verkehrsteilnehmer, die im genannten Zeitraum auf der B3 zwischen Wiesloch und Heidelberg durch die Fahrweise des Seat-Fahrers gefährdet wurden, sich zu melden.

Hinweise nimmt das Polizeirevier Heidelberg-Süd unter der Telefonnummer 06221 / 3418-0 entgegen.

Zeugenaufruf: Besonders gesucht werden Fahrerinnen und Fahrer, die dem Seat ausweichen mussten oder durch dessen Fahrweise gefährdet wurden. Auch Beobachtungen zum Fahrverhalten auf der Strecke zwischen Wiesloch und Heidelberg können für die Ermittlungen von Bedeutung sein.