Nicht nur geredet – sondern gemacht!

Alexander Münch
SchlLight

Elf Tage lang hat das 2. Mannheimer innomake!-Festival nachhaltige Innovationen in den Fokus gerückt. Mehrere hundert Vordenker*innen aus Unternehmen, Startups und der Stadtgesellschaft nahmen an mehr als einem Dutzend Konferenzen, Workshops, Panels und Input Sessions teil. Gemeinsam wurden Ideen diskutiert und an Lösungen gearbeitet, die nicht nur technisch, sondern auch sozial, kulturell und ökologisch Zukunft gestalten.

Das Herzstück des Festivals bildete der „innomake“-Summit change | inspiration | innovation, der am 19. November als Online-Livestream stattfand. Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz eröffnete den Abend mit einem Grußwort, bevor innovative Projekte aus Mannheim vorgestellt wurden, die während der Corona-Zeit entstanden sind. Der Soziologe Prof. Dr. Harald Welzer und die Heidelberger Autorin Jagoda Marinić gaben inspirierende Denkanstöße. Zusammen mit Dr. Peter Kurz diskutierten sie über die Notwendigkeit vorausschauender, zukunftsfähiger Innovationen und wieso man Krisensituationen als Chance begreifen sollte.

Dr. Peter Kurz: „Es ist ein großer Erfolg, dass es gelungen ist, das innomake!-Festival in die digitale Welt zu übertragen. Denn innomake! stellt nicht die Errungenschaften der Vergangenheit in den Vordergrund, sondern blickt aus der Gegenwart in die Zukunft. Der Slogan des Festivals, ‘Nicht nur reden, sondern machen’ könnte nicht treffender sein, denn es geht darum, neue Impulse zu setzen und Transformationsprozesse zu gestalten. Das Ziel ist Innovation, wobei Innovation nicht nur ein Thema der Technologie, sondern auch ein soziales Thema ist.“

Karmen Strahonja, die Initiatorin des innomake!-Festivals und Geschäftsführerin der Stadtmarketing Mannheim GmbH: „Ich freue mich sehr über die hohe Beteiligung – aber noch mehr darüber, dass bei allen Veranstaltungen die Begeisterung für das gemeinsame Ziel nachhaltige Innovation spürbar war. Ich bin stolz, dass im Zusammenhang mit unserem Ansatz bereits vom ‘Mannheimer Modell‘ gesprochen wird. Unser Grundgedanke war ja: Wie bringe ich mit einem estival Menschen in einer Stadt zusammen, um heute schon Lösungen für die Probleme von morgen zu finden? Mit innomake! bieten wir eine Plattform und einen Raum. Mein Wunsch ist es, mit innomake! von Mannheim aus, eine Bewegung zu schaffen. Uns wurde bestätigt, dass das innomake!-Festival genau das richtige Format zur Zeit ist – deshalb wird es 2021 definitiv eine Fortsetzung geben.

Auch Christian Sommer, Geschäftsführer des Kooperationspartners und Mitveranstalters NEXT MANNHEIM, bewertet die Entwicklung des Festivals positiv: „Mit innomake! ist es gelungen, nicht nur Fachpublikum anzusprechen, sondern auch viele andere Menschen, die sich für den Themenkreis Innovation und Nachhaltigkeit interessieren. Das zeigt sich klar daran, dass sich in viele der Online-Veranstaltungen im Rahmen des vielseitigen Programms bis zu 80 völlig unterschiedliche Teilnehmer eingewählt haben. Insgesamt haben sich so während des Festivals hunderte Interessierte intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandergesetzt und bestenfalls Denkanstöße, Wege und Chancen in und aus der Krise für sich mitgenommen. Entscheidend ist der Mut, etwas zu verändern. Auch beim nächsten innomake!-Festival 2021 wird es wieder um relevante nachhaltige Innovationen gehen – und dann hoffentlich wieder live mit physischen Präsenzveranstaltungen.“