Mannheim: Positive Bilanz nach einem Jahr KatRetter – mehr Ersthelfer, schnellere Hilfe
Ein Jahr nach dem Start des Smartphone-basierten Alarmierungssystems KatRetter zieht die Stadt Mannheim eine positive Bilanz: Hunderte Einsätze, steigende Annahmequoten und ein wachsendes Netz engagierter Ersthelfer.
Vor genau einem Jahr wurde in :contentReference[oaicite:0]{index=0} das Smartphone-basierte Alarmierungssystem KatRetter eingeführt. Ziel des Systems ist es, bei medizinischen Notfällen registrierte Ersthelferinnen und Ersthelfer in unmittelbarer Nähe parallel zum Rettungsdienst zu alarmieren, damit bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte lebensrettende Maßnahmen eingeleitet werden können.
Die Bilanz nach den ersten zwölf Monaten fällt aus Sicht der Stadt durchweg positiv aus. Aktuell sind in Mannheim 701 Ersthelferinnen und Ersthelfer registriert. „Die Einführung von KatRetter ist ein voller Erfolg“, betont Bürgermeister und Sicherheitsdezernent :contentReference[oaicite:1]{index=1}. Die hohe Zahl der Engagierten zeige eine beeindruckende Bereitschaft der Stadtgesellschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Hohe Qualifikation der Helferinnen und Helfer
Besonders bemerkenswert ist nach Angaben der Stadt die Qualifikation der registrierten Nutzer: Rund 78 Prozent verfügen über medizinische Kenntnisse, die deutlich über die Mindestanforderungen hinausgehen. Das sei ein starkes Signal dafür, dass auch medizinisches Fachpersonal dem System vertraue und es aktiv unterstütze.
Steigende Annahmequote bei Alarmierungen
Im vergangenen Jahr wurden in Mannheim in 328 Fällen Ersthelfer über die KatRetter-App alarmiert. Die sogenannte Annahmequote – also der Anteil der Alarmierungen, bei denen Helfer den Einsatz bestätigten und sich auf den Weg machten – lag insgesamt bei 47 Prozent.
Dabei zeigt sich eine deutliche positive Entwicklung im Jahresverlauf: Während im ersten Halbjahr 2025 von 147 Alarmierungen lediglich 51 Einsätze angenommen wurden (Annahmequote 35 Prozent), stieg dieser Wert im zweiten Halbjahr deutlich an. Von Juni bis Ende Dezember 2025 wurden bei 181 Alarmierungen bereits 102 Einsätze angenommen – eine Annahmequote von 57 Prozent.
Schnelle Hilfe kann Leben retten
Gerade bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand ist Zeit der entscheidende Faktor. Die KatRetter-App erkennt den Standort der registrierten Personen und ermöglicht es so, dass in vielen Fällen noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden kann.
„Aus notfallmedizinischer Sicht ist unumstritten, dass jede Minute zählt“, erklärt Markus Eitzer, KatRetter-Koordinator bei der :contentReference[oaicite:2]{index=2}. Rückmeldungen aus dem Rettungsdienst zeigten, dass Einsatzkräfte immer häufiger bereits eingetroffene Ersthelfer am Notfallort antreffen. Für die Helferinnen und Helfer seien zudem Ansprechpartner benannt, um mögliche Belastungen nach Einsätzen aufzufangen.
Ausbau des Systems geplant
Künftig soll das Netz der Ersthelfer weiter verdichtet werden. Während zu Beginn der Einführung eine Alarmierung nur innerhalb Mannheims möglich war, wurde das System inzwischen auf eine gebiets- und bereichsübergreifende Alarmierung ausge