Mit einer auffälligen Kunst- und Protestaktion haben mehrere Umweltschützer am Sonntagnachmittag am Mannheimer Wasserturm auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam gemacht. Dabei wurde das Wasser des Springbrunnens zeitweise grün eingefärbt.
Gegen 16.15 Uhr betraten mehrere Aktivistinnen und Aktivisten das Springbrunnenbecken am Mannheimer Wasserturm. Nach eigenen Angaben handelte es sich um eine künstlerische Protestaktion gegen die Klimapolitik der Stadt Mannheim.
Die Beteiligten trugen Kostüme mit der Aufschrift „Stabsstelle für Tourism & Hotness“ und präsentierten ein rund neun Meter langes Banner mit dem Slogan „Stadtmarketing Mannheim 2030: Die heißeste Stadt der Welt“. Zudem wurde das Brunnenwasser mit einer nach Angaben der Veranstalter unbedenklichen Farbe zeitweise grün eingefärbt.
Kritik an Klimapolitik
Nach Angaben der Initiatoren richtet sich die Aktion gegen die aus ihrer Sicht unzureichenden Klimaschutzmaßnahmen der Stadt Mannheim. Anlass sei unter anderem die Aufgabe des bisherigen Ziels, bis 2030 klimaneutral zu werden.
Mit der satirisch inszenierten Aktion wollten die Beteiligten auf zunehmende Hitzeperioden, versiegelte Flächen, den Verlust von Stadtbäumen sowie ökologische Folgen des Klimawandels aufmerksam machen.
Satirischer Flyer verteilt
In einem Flyer beschrieben die Aktivisten überspitzt ihre Vision einer „heißesten Stadt der Welt“ und verbanden diese mit Kritik an der Stadtentwicklung sowie einer ihrer Ansicht nach zu starken Ausrichtung auf den Autoverkehr.