Vom 20. bis 30. April trainieren rund 850 Soldatinnen und Soldaten in der Region – Autofahrer müssen sich auf verstärkte Truppenbewegungen einstellen.
In der Rhein-Neckar-Region sowie angrenzenden Gebieten findet vom 20. bis 30. April 2026 die Bundeswehr-Großübung ORANGE ROAD statt. Betroffen sind unter anderem die Räume Bruchsal, Speyer, Heidelberg, Mannheim, Karlsruhe und Kehl.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz nehmen rund 850 Soldatinnen und Soldaten an der Übung teil. Gemeinsam mit polizeilichen und nicht-polizeilichen Sicherheitsorganisationen sowie ehrenamtlichen Kräften werden unterschiedliche Szenarien trainiert.
Vielfältige Übungsszenarien
Im Mittelpunkt stehen Übungen zur Landes- und Bündnisverteidigung. Dazu gehören unter anderem militärischer Verkehrsdienst, das Überqueren von Gewässern, das Sichern und Erkunden von Räumen sowie Aspekte des Kriegsgefangenenwesens im Rahmen des humanitären Völkerrechts. Auch Maßnahmen zum Schutz kritischer Infrastruktur werden erprobt.
Verstärkter Militärverkehr erwartet
Während des Übungszeitraums ist im gesamten Präsidialbereich mit einer erhöhten Präsenz von Bundeswehrfahrzeugen zu rechnen. Insbesondere größere Fahrzeugkolonnen können im Straßenverkehr unterwegs sein.
Wichtig für Verkehrsteilnehmer: Militärische Kolonnen gelten rechtlich als ein zusammenhängendes Fahrzeug. Sie dürfen daher auch an Ampeln, Kreisverkehren und Kreuzungen geschlossen weiterfahren. Ein Einscheren zwischen einzelne Fahrzeuge der Kolonne ist nicht erlaubt. Überholmanöver sind in der Regel nur auf mehrspurigen Straßen oder Autobahnen möglich.
Bürgertelefon eingerichtet
Die Bundeswehr bittet die Bevölkerung, ausreichend Abstand zu den übenden Einheiten zu halten. Für Rückfragen wurde ein rund um die Uhr erreichbares Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist unter der Telefonnummer +49 (0) 7251 938 6003 erreichbar.