Brühl: Flucht vor Polizeikontrolle endet mit Unfall und Führerscheinentzug

Brühl: Flucht vor Polizeikontrolle endet mit Unfall und Führerscheinentzug

 

Ein 21-jähriger Autofahrer hat sich in Brühl einer Polizeikontrolle entzogen und ist anschließend verunfallt. Gegen den Mann wird nun unter anderem wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt.

Eine nächtliche Polizeikontrolle in Brühl endete am Freitag, 5. Juni 2026, mit einem Verkehrsunfall und der Festnahme eines 21-jährigen Autofahrers. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mannheim war einer Streifenbesatzung gegen 23.50 Uhr auf einem Supermarktparkplatz ein Mercedes-Benz aufgefallen.

Der Fahrer führte dort sogenannte Driftmanöver durch. Dabei verliert das Fahrzeug in einer Kurve bewusst die Bodenhaftung an der Hinterachse. Die Beamten entschlossen sich daraufhin zu einer Verkehrskontrolle.

Als der Fahrer den Streifenwagen bemerkte, missachtete er jedoch die Anhaltesignale der Polizei und flüchtete mit seinem Fahrzeug in Richtung Rennerswald.

Verfolgungsfahrt endet an Kreuzung

Während der Flucht fuhr der 21-Jährige nach bisherigen Erkenntnissen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit. Trotz mehrfacher Anhaltesignale, Blaulicht, Martinshorn und der Anzeige „Stopp Polizei“ setzte er seine Fahrt fort.

An der Kreuzung Mannheimer Landstraße/L599 verlor der Fahrer schließlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Mercedes. Das Fahrzeug kam nach links von der Fahrbahn ab, überfuhr eine Verkehrsinsel und prallte gegen ein Verkehrsschild.

Durch den Unfall wurden die Fahrzeugfront sowie ein Hinterreifen beschädigt. Eine Weiterfahrt war nicht mehr möglich.

Führerschein beschlagnahmt

Der 21-Jährige wurde nach dem Unfall festgenommen. Sein Fahrzeug wurde abgeschleppt und sichergestellt. Zudem beschlagnahmten die Beamten seinen Führerschein.

Nach bisherigen Erkenntnissen lag keine alkohol- oder drogenbedingte Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit vor. Warum sich der Fahrer der Kontrolle entzog, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Die Polizei teilte mit, dass während der Verfolgungsfahrt keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden. Die höchste festgestellte Geschwindigkeit lag bei etwa 125 Stundenkilometern außerhalb geschlossener Ortschaften.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Gegen den 21-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung sowie der Durchführung eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet.

Die Höhe des entstandenen Sachschadens konnte bislang noch nicht beziffert werden.

Hinweis der Polizei:
Riskante Fahrmanöver und Fluchtversuche vor Polizeikontrollen gefährden Verkehrsteilnehmer und können schwerwiegende strafrechtliche Folgen haben. Bereits die Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen oder vergleichbaren Fahrmanövern kann zum Entzug der Fahrerlaubnis führen.