Eine alkoholisierte Autofahrerin ohne gültige Fahrerlaubnis hat in Weinheim einen Verkehrsunfall verursacht. Ein Atemalkoholtest ergab mehr als drei Promille.
Ein Verkehrsunfall mit erheblichen Folgen für die Unfallverursacherin ereignete sich am Dienstag, 9. Juni 2026, gegen 13.30 Uhr an der Kreuzung Westtangente/B38 und Mannheimer Straße/L3408 in Weinheim.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mannheim war eine 40-jährige Frau mit ihrem Daimler auf der Westtangente in Richtung Lützelsachsen unterwegs. An der Kreuzung bemerkte sie offenbar zu spät, dass ein 25-jähriger BMW-Fahrer aufgrund einer roten Ampel warten musste.
Die Frau fuhr mit ihrem Fahrzeug auf den stehenden BMW auf.
Polizei entdeckt weitere Verstöße
Bei der anschließenden Unfallaufnahme stellten die eingesetzten Polizeibeamten fest, dass die 40-Jährige aktuell nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist.
Darüber hinaus fiel den Beamten auf, dass die Frau auf Fragen ungewöhnlich verzögert reagierte. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest brachte schließlich die Ursache ans Licht: Das Messgerät zeigte einen Wert von 3,06 Promille an.
Ein Atemalkoholwert von 3,06 Promille liegt weit über der absoluten Fahruntüchtigkeitsgrenze und kann bereits zu massiven Einschränkungen von Reaktionsvermögen, Wahrnehmung und Koordination führen.
Niemand verletzt
Trotz des Zusammenstoßes kamen beide Fahrzeugführer mit dem Schrecken davon. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt.
Der entstandene Sachschaden wird von der Polizei auf rund 7.000 Euro geschätzt.
Mehrere Strafverfahren eingeleitet
Die 40-Jährige muss sich nun unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs sowie wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.
Die weiteren Ermittlungen führt das Polizeirevier Weinheim.
Die Polizei weist darauf hin, dass Alkohol am Steuer zu den häufigsten Ursachen schwerer Verkehrsunfälle zählt. Bereits geringe Mengen Alkohol können die Reaktionsfähigkeit deutlich beeinträchtigen und das Unfallrisiko erheblich erhöhen.