Mannheim gehört zu den Vorreitern moderner Stadtentwicklung in Deutschland. Für seine ganzheitliche Mobilitätsstrategie wurde die Quadratestadt nun mit dem erstmals vergebenen Award „New Mobility City 2026“ ausgezeichnet.
Große Anerkennung für Mannheim: Die Stadt wurde mit dem erstmals verliehenen Award „New Mobility City 2026“ in der Kategorie „Metropolräume“ ausgezeichnet. Die Jury würdigte insbesondere die konsequente Verknüpfung von Mobilität, Klimaschutz, Stadtentwicklung und Lebensqualität.
Mit dem Preis zeichnet der TÜV-Verband gemeinsam mit der „Initiative für sichere Straßen“ Kommunen aus, die innovative und nachhaltige Mobilitätskonzepte erfolgreich umsetzen.
Masterplan Mobilität als Grundlage des Erfolgs
Nach Auffassung der Jury gelingt es Mannheim besonders überzeugend, Mobilität nicht isoliert zu betrachten, sondern als festen Bestandteil einer langfristigen Stadt- und Entwicklungsstrategie zu gestalten.
Der „Masterplan Mobilität 2035+“ verbindet Verkehrsplanung mit Klimaanpassung, sozialer Teilhabe und städtebaulicher Entwicklung. Ziel ist es, Mobilität sicherer, nachhaltiger und zugleich lebenswerter zu gestalten.
„Diese Auszeichnung ist eine tolle Bestätigung für die Arbeit, die wir in Mannheim in eine moderne, sichere und nachhaltige Mobilität investieren“, erklärt Oberbürgermeister Christian Specht. Der Preis sei zugleich Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen.
Von Schulstraßen bis zu innovativen Mobilitätsangeboten
Die Jury hob eine Vielzahl von Maßnahmen hervor, die in Mannheim bereits umgesetzt wurden oder sich derzeit in der Umsetzung befinden. Dazu zählen Schulstraßen, die Neuordnung des Parkraums, die Entsiegelung und Begrünung öffentlicher Flächen sowie zahlreiche Projekte zur Förderung des Umweltverbunds.
Auch der Ausbau von Radwegen, Radschnellwegen und Radparkhäusern wurde positiv bewertet. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Projekte zur Verbesserung des Stadtklimas, darunter die Initiative „1000 Bäume für Mannheim“.
Darüber hinaus setzt die Stadt auf technologische Innovationen. Beispiele hierfür sind Scan-Cars zur Parkraumüberwachung sowie das elektrisch betriebene On-Demand-Shuttle „fips“, das den öffentlichen Nahverkehr flexibel ergänzt.
„Mannheim verbindet Mobilität, Klima und Stadtraum zu einem überzeugenden Zukunftsbild urbanen Lebens“, begründete die Jury ihre Entscheidung.
Wissenschaftliche Bewertung von über 700 Städten
Der Award basiert auf einer neutralen und wissenschaftlich fundierten Bewertungsmethodik. Für die erste Vergabe im Jahr 2026 wurden deutschlandweit mehr als 700 Städte und Gemeinden analysiert.
Berücksichtigt wurden unter anderem Mobilitäts- und Unfalldaten sowie langfristige Entwicklungen in der kommunalen Verkehrsplanung. Die nominierten Städte präsentierten ihre Konzepte anschließend in einem Jury-Pitch.
Entscheidend waren neben einzelnen Maßnahmen vor allem die Gesamtstrategie und deren Umsetzung im Alltag.
Mannheim als Stadt der Mobilitätsinnovationen
Die Auszeichnung unterstreicht einmal mehr die Rolle Mannheims als Innovationsstandort. Von den historischen Anfängen des Fahrrads und Automobils bis hin zu modernen Mobilitätslösungen setzt die Stadt immer wieder neue Impulse.
Ein aktuelles Beispiel ist die Pilotanlage auf dem Gelände der städtischen Kläranlage, in der aus Abwasser und Ökostrom klimafreundlicher Treibstoff für die Schifffahrt gewonnen wird.
Mit dem Titel „New Mobility City 2026“ erhält Mannheim nun auch bundesweit Anerkennung für seine ambitionierte Mobilitäts- und Stadtentwicklungsstrategie.
Hintergrund: Der Award „New Mobility City“ wurde 2026 erstmals vergeben. Ziel der Auszeichnung ist es, Städte sichtbar zu machen, die Mobilität, Verkehrssicherheit, Klimaschutz und Lebensqualität erfolgreich miteinander verbinden und damit Vorbild für andere Kommunen sind.