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Frankenthal: Weniger Unfälle, aber neue Risiken auf den Straßen der Region

Frankenthal: Weniger Unfälle, aber neue Risiken auf den Straßen der Region

 

 

Die Polizeiinspektion Frankenthal hat ihre Verkehrsunfallbilanz für 2025 vorgestellt. Während die Gesamtzahl der Unfälle zurückging, zeigen einzelne Entwicklungen neue Herausforderungen im Straßenverkehr.

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Frankenthal wurden im Jahr 2025 insgesamt 2.043 Verkehrsunfälle registriert. Damit sank die Zahl der Unfälle gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Prozent. Auch die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden ging leicht zurück und lag bei 242 Fällen.

Insgesamt verunglückten 297 Menschen im Straßenverkehr. Zwei Personen verloren dabei ihr Leben. Die Bilanz wurde erstmals unter Berücksichtigung der neuen elektronischen Unfalltypensteckkarte EUSKA erstellt, die seit Januar 2025 eingesetzt wird. Laut Polizei verbessert das System die Datenqualität und die statistische Auswertung, wodurch Vergleiche mit früheren Jahren teilweise nur eingeschränkt möglich sind.

Senioren und junge Fahrende seltener beteiligt

Deutlich rückläufig war die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren. Hier wurden 502 Unfälle registriert, was einem Minus von 12,2 Prozent entspricht. Gleichzeitig sank die Zahl der verunglückten Personen dieser Altersgruppe auf 47.

Bei den über 75-Jährigen war dagegen ein Anstieg der Unfallbeteiligungen auf 252 Fälle zu verzeichnen. In 33 Fällen wurden Personen verletzt, insgesamt verunglückten 23 Menschen dieser Altersgruppe.

Auch junge Fahrende zwischen 18 und 24 Jahren waren seltener in Verkehrsunfälle verwickelt. Die Zahl sank auf 361 Fälle. Dabei verunglückten 42 junge Erwachsene.

Mehr Unfälle mit E-Scootern

Eine gegenläufige Entwicklung zeigte sich bei Elektrokleinstfahrzeugen. Die Zahl der registrierten Unfälle stieg von 14 auf 39 Fälle und damit um 178,6 Prozent. Nach Angaben der Polizei dürfte die zunehmende Verfügbarkeit und Nutzung dieser Fahrzeuge eine wesentliche Ursache sein.

In 29 Fällen wurden Menschen verletzt. Insgesamt verunglückten 27 Nutzerinnen und Nutzer von Elektrokleinstfahrzeugen.

Leicht gestiegen ist zudem die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern. Registriert wurden 33 Fälle. Dabei verunglückten 36 Kinder, darunter 13 als Mitfahrende in Fahrzeugen. Die Zahl der Schulwegunfälle blieb mit drei Fällen unverändert.

Rückgänge bei Fahrrädern, Motorrädern und Lastwagen

Positiv entwickelte sich die Unfalllage bei Rad- und Pedelecfahrenden. Die Zahl der registrierten Unfälle sank auf 101 Fälle. Insgesamt wurden 72 Personen verletzt oder verunglückten.

Auch bei motorisierten Zweirädern registrierte die Polizei einen deutlichen Rückgang. Die Zahl der Unfälle sank auf 36 Fälle. Dabei verunglückten 20 Menschen.

Die Unfallbeteiligung von Lastkraftwagen ging ebenfalls zurück. Insgesamt wurden 189 Unfälle mit Lkw-Beteiligung erfasst. Dabei verletzten sich zwölf Personen.

Alkohol- und Drogenunfälle rückläufig

Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss sank auf 34 Fälle. Auch Unfälle unter Drogeneinfluss gingen zurück und wurden in elf Fällen registriert. Vier Fahrzeugführende standen dabei unter dem Einfluss von THC.

Ablenkung spielte bei elf Verkehrsunfällen eine Rolle. Zu den häufigsten Unfallursachen gehörten weiterhin Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren. Hier registrierte die Polizei 631 Fälle.

Die Zahl der Unfälle aufgrund nicht angepasster oder überhöhter Geschwindigkeit sank auf 54 Fälle.

Prävention bleibt Schwerpunkt

Die Polizeiinspektion Frankenthal setzte auch 2025 auf Prävention und Verkehrsüberwachung. Mehr als 3.000 Menschen wurden im Rahmen verschiedener Aufklärungsmaßnahmen erreicht. Die Jugendverkehrsschule führte Radfahrausbildungen im Umfang von 762 Stunden durch.

Zudem fanden zahlreiche Informationsveranstaltungen an Schulen und Fahrschulen statt, insbesondere zu den Themen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr.

Im Rahmen der Verkehrsüberwachung stellte die Polizei insgesamt 3.561 Verkehrsverstöße fest. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 17,7 Prozent. Darüber hinaus wurden 174 Alkohol- und Drogendelikte registriert. In 78 Fällen verhinderten Polizeikräfte die Teilnahme berauschter Personen am Straßenverkehr.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Kontrolle von Sicherheitsgurten, Helmen und Kindersitzen. Hier wurden 475 Verstöße festgestellt. Zudem ahndeten die Einsatzkräfte 148 Geschwindigkeitsverstöße.

Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden, defensiv und aufmerksam unterwegs zu sein. Ablenkung, Alkohol- oder Drogeneinfluss sowie unangepasste Geschwindigkeit zählen weiterhin zu den größten Unfallrisiken im Straßenverkehr.

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