Ludwigshafen: Telefonbetrug – Seniorin übergibt Bankkarte an falschen Polizeibeamten
Am Montagnachmittag wurde eine Seniorin in Ludwigshafen Opfer eines Telefonbetrugs. Täter erlangten ihre Bankkarte und hoben anschließend Geld ab.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz erhielt die Frau am Montag, 26. Januar 2026, gegen 14:30 Uhr einen Anruf auf ihrem Festnetzanschluss. Ein unbekannter Mann gab sich als Mitarbeiter der Sicherheitsaufsicht der Stadtsparkasse aus und behauptete, es seien 4.000 Euro unberechtigt von ihrem Konto abgebucht worden.
Um das Konto angeblich sperren zu können, forderte der Anrufer die PIN der Bankkarte. Nach rund 50 Minuten Gesprächszeit ließ sich die Geschädigte überreden, die PIN preiszugeben. Der Täter kündigte anschließend an, ein Mitarbeiter der Kriminaltechnik der Polizei werde die Bankkarte persönlich abholen.
Gegen 15:10 Uhr erschien ein zweiter Täter an der Wohnungstür der Frau im Bereich der Maudacher Straße nahe der Tiroler Straße und der Hochfeldstraße. Während der Anrufer weiterhin am Telefon blieb, übergab die Geschädigte ihre Bankkarte an den Abholer, der sich anschließend entfernte.
Im weiteren Verlauf hoben die Täter zweimal Bargeld an einem Geldautomaten der Sparkasse Gartenstadt ab und tätigten vier Überweisungen auf ein deutsches Konto.
Täterbeschreibungen
Der erste Täter, der telefonisch Kontakt aufnahm, wurde als etwa 40 Jahre alt beschrieben und sprach akzentfrei Hochdeutsch. Der zweite Täter, der die Bankkarte abholte, soll Ende 30 bis Anfang 40 Jahre alt, schlank und etwa 1,80 Meter groß sein. Er hatte kurze dunkle Haare, einen etwa fünf Tage alten Bart und trug dunkle Kleidung, bestehend aus langer Hose, einer Softshelljacke ohne Aufschrift sowie einem Hoodie. Seine Sprache wies einen unbekannten Akzent auf.
Die Kriminalpolizei Ludwigshafen hat die Ermittlungen aufgenommen.