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Mit dem Mozarteumorchester Salzburg unter der Leitung von Antonello Manacorda und der Ausnahme-Violinistin Tianwa Yang erklangen am 29. Mai 2026 die ersten Töne der 105. Saison des Mozartfests im Kaisersaal der Residenz.

v.l. Joachim Spatz, Dritter Bürgermeister, Sandra Vorlová, Erste Bürgermeisterin, Martin Heilig, Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, Dr. Susanne Weizendörfer, Regierungspräsidentin von Unterfranken, Tianwa Yang, Ausnahme-Violinistin und Artiste étoile des Mozartfest 2026, Evelyn Meining, Intendantin des Mozartfests
Gemäß dem diesjährigen Festivalmotto „Beschworene Schönheit - Idol Mozart“ wurde von Wolfgang Amadé Mozart (1756-1791) die berühmte g-Moll-Sinfonie (KV 550) beim festlichen Eröffungskonzert, aber auch von Maurice Ravel (1875-1937) das „Le Tombeau de Couperin“ M 68a und von Sergei Prokofjew (1891-1953) das kontrastreiche „Violinkonzert Nr. 2 g-Moll“ mit Tianwa Yang als Solistin dargeboten. Sie setzen mit ihrem nuancenreichen Spiel, von fein impressionistisch bis dramatisch wuchtig und auch furios ein dickes Ausrufezeichen hinter das Festival und erhielten vom jubelnden Publikum langanhaltenden Applaus für ihre beeindruckenden Interpretationen, mit denen sie Vergangenheit und Moderne auf erfrischende Weise zu einem lebendigen, intensiven Musikerlebnis verknüpften. Ganz so wie es das renommierte Mozart-Festival unter der Intendanz von Evelyn Meining beabsichtigt und daher Jahr für Jahr zahlreiche Besucher auch Nah und Fern anzieht und begeistert.
Tianwa Yang ist Artiste étoile des Festivals und man kann die chinesische Geigerin bei 13 Konzerten an verschiedenen Orten erleben. Sie spielt Mozart, Bach, Beethoven, Prokofjew, Strawinsky und die Uraufführung der „Jupiter-Etüde“, die Jörg Widmann für sie komponierte und immer widmet sie sich der Frage, was Schönheit in der Musik bedeutet - so wie sich Würzburg als Musikstadt dem Festivalmotto gemäß für vier Wochen auf die „Suche des Menschen nach Licht in dunklen Zeiten“ macht. Die Künstlerin wurde in Peking geboren und früh wurde ihre außergewöhnliche musikalische Begabung erkannt und gefördert. Da im Kindergarten ein Klavier stand und sie darauf gespielt hat, haben ihre Kindergartenerzieher bemerkt, dass sie begabt ist und auch das absolute Gehör besitzt und rieten ihren Eltern, ein Klavier zu kaufen, so dass sie auch zuhause üben kann. Da die Wohnung klein war und das Klavier zu viel Platz gebraucht hätte und auch das Geld, das die Eltern aufbringen konnten, „nur“ für eine Geige reichte, begann sie als Kindergartenkind ihre Karriere als Violinistin - selten hat sich ein Mangel an Platz und Geld als so großes Geschenk erwiesen.
Tianwa Yang ist eine vielfach preisgekrönte Violin-Virtuosin, die bereits als 13-Jährige mit der Einspielung der 24 Capricen von Paganini Weltruhm erlangte. Neben ihrer weltweiten Konzerttätigkeit mit renommierten Orchestern lehrt sie an der Hochschule für Musik Würzburg.
Dem Konzert folgte der traditionelle Stadtempfang, bei dem zahlreiche Gäste aus Kultur, Wirtschaft, Politik und der Würzburger Bürgerschaft zusammenkamen, um auf den gelungenen Auftakt anzustoßen.
Die rund 90 Konzerte, die bis zum 29. Juni 2026 in großer musikalischer Vielfalt in und um Würzburg erklingen, finden an den unterschiedlichsten Orten statt, was einen besonderen Reiz ausmacht. Ein Paradebeispiel für Schönheit ist das UNESCO-Weltkulturerbe ehemalige Residenz der Würzburger Fürstbischöfe, in dessen Kaisersaal und Weißem Saal das Publikum in mehrfacher Hinsicht von Schönem umgeben ist. Hier schuf Balthasar Neumann das stützenfrei überwölbte Treppenhaus und Giovanni Battista Tiepolo malte mit 18 mal 30 Meter eines der größten einteiligen Deckenfresken, die es gibt und er gestaltete auch den prachtvollen Kaisersaal. Der blühende Hofgarten bietet sowohl Kunst- als auch Naturgenuss. Zu den weiteren Veranstaltungorten gehören auch das Schloss Veitshöchheim, die Burg Wertheim, das Gut Wöllried, Markteinersheim, der Dom St. Kilian, das Shalom Europa, das Bürgerspital, der Residenzweinkeller, die Theaterfabrik Blaue Halle, Würzburger Hofbräu, das Vogel Convention Center und auch der Golfclub Würzburg und sogar Bürger der Stadt öffnen ihre Wohnungen für das Mozartfest.
Unter „Musik zur Mittagszeit“ gibt es Kunstgenuss mit Tianwa Yang „Eintritt frei“ zu finden.
Das MozartLabor befasst sich mit „Fragen an Mozart, Fragen an Musik, Gegenwart und Gesellschaft“ („Kann Schönheit die Welt retten?“) – und unter anderem ist hier auch die Schlagzeugerin, Journalistin, Musikvermittlerin und Konzertdesignerin Leonie Klein mit von der Partie, die als Artiste d’avenir – als „Zukunftskünstlerin“ einige Veranstaltungen des Festivals kuratiert hat und zur Begegnung einlädt, u.a. im M PopUP „Studio für Schönheit“ oder bei den „Drum Quotes“, bei denen sie sich mit den Gästen auf die Spur ikonischer Beats der Musikgeschichte begibt.
Weitere Informationen unter: www.mozartfest.de
Text und Foto: Diana Rasch
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