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Zum Schuljahresstart zeigt eine ADAC-Stiftung-Umfrage: Viele Kinder werden täglich mit dem Auto gebracht – meist aus Bequemlichkeit, nicht aus Sicherheitsgründen.
Neue Zahlen zum Schulbeginn
Mit dem Ende der Sommerferien in allen Bundesländern stellt sich erneut die Frage: Wie kommen Kinder sicher zur Schule? Laut einer aktuellen Umfrage der ADAC Stiftung „Sicherer Schulweg“ bleibt der Anteil der sogenannten Elterntaxis seit Jahren stabil. Demnach werden 19 Prozent der Grundschüler täglich mit dem Auto gebracht, weitere 9 Prozent an mindestens jedem zweiten Tag.
Häufig Bequemlichkeit statt Sicherheit
Die Gründe für das tägliche Bringen liegen nur selten in Sicherheitsbedenken. Stattdessen nennen Eltern Termine nach der Schule (40 Prozent), schlechtes Wetter (32 Prozent), die Lage der Schule auf dem Arbeitsweg (30 Prozent) und Zeitersparnis (22 Prozent) als Hauptargumente. Mangelnde Verkehrssicherheit wird lediglich von 12 Prozent als Grund angegeben.
Gefahr vor den Schultoren
Mehr als die Hälfte der Eltern empfindet die Verkehrssituation vor Schulen als problematisch. 56 Prozent sind überzeugt, dass Elterntaxis gefährliche Situationen verursachen. Auch Eltern, die selbst fahren, sehen diese Risiken – 35 Prozent von ihnen teilen diese Einschätzung. Dennoch halten 83 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer die Autofahrten für notwendig.
Experten empfehlen Eigenständigkeit
„Kinder lernen den Straßenverkehr nicht im Rücksitz“, betont Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung. Selbstständige Schulwege stärken demnach nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern auch Eigenständigkeit, Konzentration und Sozialverhalten der Kinder.
Maßnahmen gegen das Verkehrschaos
Um die Situation zu entspannen, befürworten 54 Prozent der Eltern die Einrichtung von Bring- und Abhol-Zonen im Umfeld von Schulen. Darüber hinaus wünschen sich viele eine bessere Infrastruktur (21 Prozent), häufigere Schulbusse (19 Prozent) und kürzere Schulwege (16 Prozent).
Smartphones als zusätzliche Gefahr
Ein weiteres Problem: Ablenkung durch digitale Geräte. 88 Prozent der 12- bis 15-Jährigen tragen ihr Smartphone täglich auf dem Schulweg bei sich, 44 Prozent nutzen zusätzlich Kopfhörer. Eltern bewerten dies zunehmend als Risiko – 13 Prozent sorgen sich um Ablenkungen, mehr als doppelt so viele berichten von konkreten Vorfällen.
Hinweis für Eltern
Die ADAC Stiftung empfiehlt, Kinder frühzeitig an den selbstständigen Schulweg zu gewöhnen. Gemeinsame Trainingswege, Laufgemeinschaften oder spezielle Schulwegtrainings können helfen. Umfangreiche Materialien und Tipps bietet die Kampagne „Sicher zu Fuß zur Schule“ unter stiftung.adac.de/schulstart.
Die Kampagne „Sicher zu Fuß zur Schule“
Zum Schulstart begleitet die ADAC Stiftung ihre Botschaft mit einer bundesweiten Plakat-, Social-Media- und Hörfunkkampagne. Ziel ist es, das verantwortungsvolle Verhalten aller Verkehrsteilnehmer zu fördern und damit die Sicherheit vor Schulen zu erhöhen. Schirmherr ist Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (MdB).